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20/06/16


Der Arbeitsplatz der Zukunft – Arbeiten ohne Papier und Tisch


 

ArbeitsplatzEs klingt paradox. Aber: Der Büroangestellte der Zukunft hat gar kein Büro mehr. Denn immer mehr große Unternehmen – auch hier in Luxemburg - gehen zu einem System über bei dem Büroangestellte keinen fixen Ort mehr haben, also keinen Schreibtisch zu dem sie jeden Morgen zurückkehren um ihrem Tagewerk nachzugehen. Vielmehr setzen die Mitarbeiter sich so zusammen wie es die Arbeit gerade erfordert.

Zu einem solchen System ist zum Beispiel das Beratungsunternehmen KPMG in ihren neuen Hauptsitz auf dem Kirchberg übergegangen. Die mehr als 1.000 Mitarbeiter haben keinen festen Tisch mehr sondern platzieren sich in dem 17.000 Quadratmeter großen Gebäude einfach dort wo es gerade opportun erscheint. Überall stehen identische Computer so, dass die Mitarbeiter sich an jedem Platz sofort zurechtfinden können.

Ermöglicht wird diese Entwicklung durch den technischen Fortschritt. Etwa dadurch, dass Mitarbeiter egal von welchem Computer aus auf ihre Daten zurückgreifen können da diese zentral auf einem Server wenn nicht sogar in der Cloud gespeichert sind.

Auch den Trend zum sogenannten „paperless office“ – dem Büro ohne Papier – spielt eine wichtige Rolle. Dokumente werden immer weniger auf Papier ausgedruckt sondern nur noch digital verwaltet. Es gibt also im Idealfall keine sperrigen Ordner mehr die auf Büros herum liegen oder in Regalen in Reih und Glied bereit stehen um von den Mitarbeitern konsultiert zu werden.

Ganz neu ist das Konzept nicht. Im Ausland haben große Unternehmen bereits in der Vergangenheit feste Arbeitsplätze abgeschafft. So etwa berichtete die Zeitung „Die Zeit“ bereits in 2011 vom Technologiekonzern Siemens, der in Düsseldorf die feste Sitzordnung abgeschafft hat. Für die 600 Mitarbeiter standen damals 400 Arbeitsplätze zur Verfügung.

Damit ist auch schon einer der Vorteile dieser Arbeitsweise angedeutet. In einer großen Firma kann man davon ausgehen, dass nie alle Mitarbeiter gleichzeitig vor Ort sind. Manche sind in Urlaub, manche krank und wieder andere sind gerade für die Firma unterwegs, beraten Kunden oder treffen sich mit Geschäftspartnern. Für Arbeitgeber bietet sich hier natürlich Einsparpotential.

Vorrangig geben Arbeitgeber allerdings die „verbesserte Flexibilität und Mobilität“ der Mitarbeiter an. Will heißen, die Mitarbeiter können sich bei Bedarf viel leichter zusammensetzen um gemeinsam zu arbeiten.

Noch weiter treiben es die Digitalen Nomaden. Sie arbeiten, meist freiberuflich, komplett ohne festen Arbeitsplatz. Oft sind diese Menschen Blogger oder Freelance-Autoren die zum Arbeiten nur einen Computer und ihr Gehirn brauchen. Sie können mit ihrem Laptop überall dort arbeiten wo eine Internetverbindung zur Verfügung steht – zum Beispiel in einer Strandbar in Thailand. Digitale Nomaden nutzen dabei oft die „geographische Arbitrage“. Will heißen, sie beziehen ihren Lohn in einem Hochlohnland und leben in einem Niedriglohnland wodurch sie weniger Aufträge brauchen um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.

Es ist also wieder einmal der technische Fortschritt der Angestellten und Freiberuflern das Arbeiten angenehmer gestaltet und ihnen mehr Raum zur Selbstverwirklichung lässt. Entwicklungen von denen sowohl die Arbeitgeber wie auch die Arbeitnehmer profitieren können.



 
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