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20/05/16


Informatiker – ein Beruf der/mit Zukunft


IT-DatacenterIn einer zunehmend digitalisierten Welt wird die Technik – und die, die sich damit auskennen – immer wichtiger. Schon heute verdienen, laut Statec, mehr als 4,5 Prozent der aktiven Bevölkerung Luxemburgs (über 17.000 Personen) in ICT-Berufen ihren Lebensunterhalt. Die Technologie erlaubt es den Unternehmen, mehr Arbeit bei weniger Input zu leisten. In Zukunft wird die Bedeutung dieser Berufe eher zu- als abnehmen.

Die Zahl der offenen Stellen wird in Zukunft schneller wachsen als die Zahl der Informatiker. Jedes Jahr werden vier Prozent mehr Arbeitsstellen geschaffen als im Jahr davor. Das „Centre de documentation et d’information sur l'enseignement supérieur“ (Cedies) rechnet damit, dass bis zum Jahr 2018 rund 20.000 zusätzliche Stellen in diesem Bereich besetzt werden müssen.

Es reicht nicht aus, Textverarbeitungsprogramme und Internetbrowser zu beherrschen, um sich Informatiker zu nennen. Die einstellenden Unternehmen suchen größtenteils Universitätsabgänger. So verlangen, laut Fedil-Studie, im Jahr 2016 rund 93 Prozent der Firmen, die offene Stellen zu besetzen haben, mindestens einen „Bac +2“-Abschluss. Bei 51,7 Prozent wird gar ein Master oder Doktor verlangt.

Neben den immer höheren Anforderungen an das Studium gibt es eine weitere Entwicklung in diesem Bereich. Anstelle die Informatiker direkt einzustellen, bevorzugen es die Unternehmen, die Aufgaben an andere Firmen auszugliedern. Rund ein Drittel der Unternehmen greifen schon auf die Dienste externer Informatiker zurück.

Ein erfolgreich abgeschlossenes Informatikstudium ist also schon fast eine Garantie, eine Arbeitsstelle zu finden. Doch Studium ist nicht gleich Studium. Im Fachbereich Informatik gibt es viele unterschiedliche Richtungen und Abschlüsse.

Das „Diplôme d’aptitude professionnelle“ (DAP) „qualifizierter Informatiker“ erlaubt es den Diplomierten, einfache Aufgaben innerhalb von Unternehmen zu verrichten. Nach der 9e PO muss der angehende Informatiker drei Jahre lang seine Kenntnisse vertiefen. Dieses DAP erlaubt es, sofort in den Arbeitsmarkt einzutreten oder die Studien weiterzuführen. Dies gilt auch für den Beruf des „technicien en informatique“, mit der Ausnahme, dass das weiterführende Studium vier anstelle von drei Jahren beträgt.

Schüler, die das „Dipôlme de fin d’études secondaires techniques, section informatique“ in der Tasche haben, können in den Arbeitsmarkt eintreten oder sich in ein Informatikstudium einschreiben, um das gesuchte „Bac +2“-Niveau zu erreichen.

Die besten Chancen, eine Stelle zu finden, bieten aber Universitätsstudien. Hier wird zwischen Bachelor (180 ECTS-Punkte), Master (12 ECTS-Punkte) oder einem Doktorat unterschieden. Das Bachelor-Studium ist auf eine Dauer von drei Jahren ausgelegt und endet mit einer Abschlussarbeit, in der der Student beweisen muss, dass er seine neu gewonnenen Kenntnisse in einem beruflichen Kontext anwenden kann. Danach kann er sofort in das Berufsleben einsteigen oder sein Studium weiterführen.

Der Bachelor ist eine Voraussetzung für das Master-Studium. Dieses dauert zwei weitere Jahre und wird mit einer Abschlussarbeit vollendet. Der Master-Student hat die notwendigen theoretischen Kenntnisse, um Forschung auf hohem Niveau zu betreiben. Er muss auch komplexe Probleme auf industriellem Niveau analysieren und verstehen können und Systeme entwerfen können, die den Anforderungen der Unternehmen gerecht werden. Das Master-Studium ist die Voraussetzung, um das Studium auf eine höhere Ebene, die des Doktorates, zu bringen. Ein Doktor in Informatik beherrscht alle möglichen Aufgeben im Bereich Informatik und wird in der freien Wirtschaft stark nachgefragt.

 
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